David Copperfield und Pierre
nach der Show von David Copperfield in Zürich (Januar 1999)

Project
Magic
David Copperfield hat zusammen mit Julie Dejean, Direktor des kalifornischen
Rehabilitationszentrums Freeman Center, ein individuelles Therapieprogramm
mit ca. 25 Kunststücken entwickelt. "Ich habe die Freiheitsstatue verschwinden
lassen und bin durch die Chinesische Mauer gegangen", sagt David, "aber
das ist nichts im Vergleich dazu, zu sehen wie ein Kind im Rollstuhl langsam
lernt wieder die Hände zu bewegen, um einen magischen Knoten zu entwirren".
Das " Project Magic Programm " ermöglicht Personen mit verschiedenen körperlichen
und/oder mentalen Behinderungen sich an der Praxis der Zauberkunst (Unterhaltung)
zu beteiligen. Leute beiderlei Geschlechts und jeden Alters, ohne Rücksicht
auf deren Behinderung können mit Erfolg in dieses Programm involviert werden.
Es kann für Patienten mit verschiedenen Diagnosen wie Arthritis, Wirbelsäulenleiden,
Gehirnverletzungen, Drogen- und Alkoholprobleme sowie dauernde Leiden und
Lernschwierigkeiten nützlich sein.
"Project Magic" wird zur Zeit für Menschen aller Altersstufen in mehr als
1000 Krankenhäusern in über 30 Ländern praktiziert.
Über David Copperfield
Seine Auftritte und Livedemonstrationen erstaunen und begeistern Zuschauer
in aller Welt, doch David selbst hält sein "Project Magic" für die am meisten
anzuerkennende und wichtigste Arbeit. Dieses von ihm persönlich entwickelte
Rehabilitationsprogramm, vor zehn Jahren ins Leben gerufen, hat sich zur
Aufgabe gemacht, durch einfache Zauberkunststücke, die Geschicklichkeit
und motorische Bewegungsfähigkeit bei behinderten Menschen zu fördern. "Es
motiviert den Patienten in seiner Therapie und unterstützt den Aufbau von
Selbstvertrauen", erklärt David. Statt mit traditionellen Therapietechniken
arbeitet Copperfield mit der Faszination der Magie und das hat sowohl kranken
Kindern wie Erwachsenen nicht nur geholfen, sondern auch sehr viel Freude
bereitet: "Nichts kann wichtiger sein".
www.davidcopperfield.com
Zweck
Mit dem Lernen die Zauberkunst vorzuführen erreichen die Teilnehmer neue
Geschicklichkeit und Fähigkeiten, die Ihre Motivation für den Rehabilitationsprozess
fördern. Dabei wird die Selbstkontrolle sehr stark gefördert. Project Magic
ist ebenfalls für die erfolgreiche Reintegration des Behinderten in der
Gesellschaft behilflich. Project Magic unterstützt auch die behinderte Person
beim Erreichen eines genauen Resultats, was für eine hospitalisierte Person
sehr wichtig ist, um sich im Leben ausserhalb des Spitals wieder zurechtzufinden.
Ziel
Project Magic liefert den interessierten Zauberkünstlern, sowie den Therapeuten
in der ganzen Welt die Informationen und schriftliche Erläuterungen betreffend
den Zauberkunststücken und deren therapeutischer Wirkung auf den Behinderten.
Dies hat zur Folge, dass zwischen allen Beteiligten ein Kommunikationszweig
und ein Dialog entsteht. Dies alles basiert auf dem gemeinsamen Interesse
der Zauberkunst. Zukünftig wird Project Magic seine Tätigkeiten in den Sparten
Artistik und Kultur weiterentwickeln, um sie dann im Rehabilitationsprozess
anwenden zu können.
Das Programm
Dieses einmalige Programm bietet den Behinderten eine neue Erfahrung und
Geschicklichkeit, das sogar gesunde Personen nicht in der Lage sind durchzuführen.
Weil Project Magic das Talent von Zauberkünstlern von der Unterhaltung her
und dies des medizinischen Personals zusammen kombiniert, stellt es eine
neue Qualität von Therapie zur Verfügung, welche schon sehr fortschrittlich
in der Domäne der Rehabilitationsprogramme- und Techniken ist. Die Organisation
Project Magic ist eine nicht gewinnorientierte Organisation. Sie steht unter
der Schirmherrschaft von Daniel Freeman Memorial Hospital verbunden mit
Carondelet Rehabilitation Centers of America. Sie wird von einem Gremium
von Direktoren und David Copperfield, weltbekannter Zauberkünstler, als
aktives Mitglied.
Die offizielle Adresse dieses neuen Konzeptes der medizinischen Rehabilitation
ist :
Project Magic
c/o Stormont-Vail West
3707 S.W. Sixth Ave
TOPEKA, Kansas 66606
Für die Schweiz :
Richtlinien
Die Wahl der motivierenden Tätigkeiten ist sehr persönlich und kann entscheidend
für eine baldige Rehabilitation der Hospitalisierten beitragen. Das Lernen
und das Vorführen der Zauberkunst ermöglicht die sichere Ausübung von
Fähigkeiten und dies auf einem unterhaltsamen Weg.
Selektion der Teilnehmer
Die erfolgreiche Anwendung der Zauberkunst als begleitende Therapie ist
selbstverständlich abhängig vom Interesse und der Motivation des Patienten.
Die Zauberkunst ist nicht unbedingt die geeignete Aktivität für jedermann
und -frau. Der Erfolg ist ebenfalls vom Interesse und der Motivation des
Therapeuten gegenüber der Zauberkunst als begleitende Therapie abhängig.
Initialisierung des Programmes " Project Magic"
Die Initialisierung des Programmes "Project Magic" kann sowohl von der
Therapeutenseite lanciert werden (er nimmt Kontakt mit einer Zauberkunst-Vereinigung
auf, in der Schweiz mit dem Magischen Ring der Schweiz (MRS) oder mit
einer lokalen Zauberkunst-Organisation ) als auch vom Zauberkünstler aus
kommen.
Programm-Einführung
Nachdem der Kontakt zwischen Therapeut und Zauberkünstler stattgefunden
hat, orientiert der Therapeut den Zauberkünstler über die Möglichkeiten
und die verschiedenen Patiententypen, die in das Project Magic miteinbezogen
werden können. Der Therapeut muss wissen, dass sich der Zauberkünstler
freiwillig zur
Verfügung stellt um dessen Therapie zu begleiten. Er sollte auch nicht
vergessen, dass der Zauberkünstler vermutlich nicht daran gewöhnt ist
mit Behinderten zu arbeiten und sollte ihm eine angenehme Umgebung im
Spital zur Verfügung stellen.
Wenn der Zauberkünstler mit den Patienten zu arbeiten beginnt, muss er
über die Möglichkeiten und Limiten der Patienten informiert werden. Der
Therapeut muss seine Pflicht in Bezug auf Diskretion und Vertraulichkeit
beibehalten. Es ist empfehlenswert, dass am Anfang Zauberkünstler und
Therapeut zusammen arbeiten um delikate Situationen zu verhindern.
Wenn der Therapeut einige Erfahrungen in der Zauberkunst gesammelt hat,
sollte er in der Lage sein den Zauberkünstler bei der Wahl des Kunststückes
zu beraten. Es ist empfehlenswert mit einfachen Zauberkunststücken anzufangen,
um den Erfolg dieser begleitenden Therapie zu gewährleisten.
Behandlungen in Gruppen oder individuell sind je nach Fertigkeit und Wünschen
der Patienten möglich. Zum Beispiel ist eine Gruppe mit Wirbelsäulenleiden
oft erfolgreich, weil die Teilnehmer gleich eingeschränkt in ihren Bewegungen
sind. Patienten mit Kopfverletzungen oder mit mentalen Problemen sind
schwierig in einer Gruppe zu behandeln und sollten deshalb lieber mit
einer individuellen Therapie (in Bezug auf Zauberkunst) behandelt werden.
Folge-Programme
Nach jeder Behandlung sollten Therapeut und Zauberkünstler über die Resultate
und Erfahrungen diskutieren und die nächsten Zauberkunststücke planen.
Ein Protokoll (schriftlich mit evtl. Videoaufnahme) der Zauberkunststücke
und Methoden werden die Weiterführung des Programms unterstützen.
Andere Ideen oder Anregungen
Werden mehrere Patienten in einem Programm mit einbezogen, kann eine Zaubervorstellung
mit der Beteiligung aller Patienten und deren Familien geplant werden.
Die Organisation und Planung eines solchen Ereignisses kann auch das therapeutische
Programm wertvoller gestalten. In diesem Fall sollte die Presseabteilung
des Spitals informiert werden, um zu entscheiden ob dieses Ereignis in
den Medien publiziert werden soll.
Das Springende Gummiband
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